Das Königliche Heiratsgesetz von 1772


König Georg III. war so sehr beunruhigt durch die unstandesgemäße Heirat seines Bruder, des Herzogs von Cumberland, daß er die Verabschiedung eines königlichen Heiratsgesetzes im Parlament vorantrieb. Dieses Gesetz erhielt die königliche Genehmigung am 25. März 1772.

"Das Gesetz verlangte von allen Nachkommen König Georgs II., außer den Abkömmlingen von Prinzessinnen, die in ausländische Familien heirateten, vor der Heirat die Zustimmung des Königs einzuholen, obgleich solche Nachkommen, die über fünfundzwanzig Jahre alt waren, ohne die königliche Einwilligung heiraten konnten, wenn sie dem Geheimen Staatsrat zwölf Monate vorher Mitteilung machten und das Parlament keine Einwände hatte. Es drohte allen Personen, die bei solchen ungebilligten Verbindungen assistierten, mit der mittelalterlichen Bestrafung des praemunire facias, was Besitzverlust und Einkerkerung nach königlichem Ermessen zur Folge hatte."


Auszug aus: Olwen Hedley, Queen Charlotte. London, 1975. S. 115.


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Last Modified: Thursday, 5-Nov-98
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