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Queen Charlotte on the American Revolution


[3 July 1775] -- My dearest brother...Nothing is happening worth your attention, thanks to the Americans who furnish the news while Europe is quiet. In that part of America things are not going well, but the arrival of the Generals How, Bourgoyne and Clinton in Boston could well change the affairs in favor of the government, if not, in less than a week everything should be decided, and I believe you will soon have some enlightened information in Germany, but in the meantime you should not talk about it, I implore you.

I have nothing from Strelitz. George is holding up well and writes me often enough. When I know more, dear brother, I will tell you. All yours,

Charlotte

[25 July 1775] Dearest brother and friend ... About America I know nothing, we are still where we were before, that means, without news; the whole affair is so interesting that it has taken hold of me entirely. To give you an idea of the stubborness of these people and the degree of their spirit of rebellion, one need no other example to make a point than the Quakers of Pensilvania. They fell in with the party, they are also without arms & like their religion object to sermons, & consequently to submitting to any law. They have no leader, but their military course and their actions are ruled by inspiration as in their private lives ...

Always yours.
Charlotte

[28 July 1775] My dearest brother and friend. In keeping with my promise I am sending you a accurate report about the victory which we gained over the Americans. The losses are great, the misfortune is that so many brave and decent officers were killed, and what makes it worse is that the rebels can get reinforcement so much easier than our troops. We have caused eine kleine Erschütterung (a little shake-up) but nothing decisive. This diabolical war will continue to cost a lot of blood. Cursed be those who encourage the rebels... Adieu. All yours

Charlotte

[15 March 1776] -- Sir, my dearest brother and friend. This morning we observed the departure of the English Guards for America, a corps of a thousand troops formed from detachments of three Guard regiments which always provide service in London. In the beginning there were difficulties in selecting the men, because their continuous presence in the city has permitted a great number of them to enter more profitable jobs which now could not be but destructive for their families, who, for the most part, subsist from the gains of the industry of their husbands. In the end they were made to draw lots, an idea which succeeded well and which showed the desire they generally have to serve. The day after the drawing of the lots, one of the officers came across half a score of soldiers in the park and asked them: "Well, my Lads, are You of the American Party?" - to which they replied generally: "Oh no, fortune was against Us." One man who had been chosen to go and who had a family of eight children, said to his comrade: "Why must I have eight children who deprive me of the good fortune of serving my King and my country?" The other replied: "Listen, give me a horn of beer and I will serve in your stead." which deal he accepted. So you see, dear brother, there is nothing in the world that unites people more in their sentiments than a "Common cause" and of which our parliament is giving ample proof, because everything proposed for America is sure to carry with one hundred and two hundred votes. Yet, this does not mean that one is very happy about it, because it is in the common interest that we have to look to the future how the two Houses will lay the blame on the personal affairs of the King. But this should be kept between you and me, dear brother...

Charlotte


[24 August 1777] -- My dearest brother. Since the better part of the month was given over to making some repairs at St James's we spent ten days at Windsor, where, in the company of my older sons, we had a pleasant time. While there, we received, through the grace of God, the first good news from America, with the report of the taking of Tyconderoga by General Bourgoyne which was followed by the taking of Fort Edward and the clamour the Quakers of Phyladelphe caused when they took over the City of Phyladelphe in order to turn it over to General How in hopes of saving the lives of their compatriots and to demonstrate their loyalty to the Sovereign. You may judge yourself, my dear friend, that these good news contribute not a little to our good humor in view of the fact that success is capable of changing the politics of several of our neigbors, which, without contradiction, play at being bad but make me always compare them to a dog which shows its teeth but never dares to bite...

Charlotte


Königin Charlotte über die amerikanische Revolution


[3. Juli 1775] -- Mein liebster Bruder...Nichts ist passiert, das Ihrer Aufmerksamkeit wert wäre dank der Amerikaner, die die Nachrichten hervorbringen während Europa ruhig ist. In dem Teil Amerikas stehen die Dinge nicht gut, aber die Ankunft der Generäle How, Bourgoyne and Clinton in Boston könnten die Affaire zugunsten der Regierung ändern, wenn nicht, wird in weniger als einer Woche alles entschieden sein, und Sie werden, denke ich, bald einige aufklärende Nachrichten in Deutschland haben, aber bis dahin, ich bitte Sie dringendst, sprechen Sie nicht darüber.

Ich habe nichts aus Strelitz. Georg ist in gutem Zustand und schreibt mir oft genug. Wenn ich mehr weiß, lieber Bruder, werde ich es Sie wissen lassen. Ganz die Ihrige,

Charlotte

[25. Juli 1775] Teuerster Bruder und Freund ... Über Amerika weiß ich nichts, wir sind immer noch dort, wo wir bislang waren, das heißt, ohne Nachrichten; die ganze Angelegenheit ist so faszinierend, daß es mich total ergriffen hat. Um Ihnen eine Idee zu geben von der Sturheit dieser Leute und dem Grad ihres Rebellionsgeistes braucht man kein besseres Beispiel als die Quaker von Pensilvania. Sie haben sich den Gegnern angeschlossen, sie tragen keine Waffen & wie in ihrer Religion lehnen sie Predigten ab & konsequenterweise unterstehen sie keinen Gesetzen. Sie haben keinen Führer, aber ihre Kriegskunst und Aktionen sind durch Inspiration geleitet wie in ihren Privatleben ...

Immer die Ihrige
Charlotte

[28. Juli 1775] Mein teuerster Bruder und Freund. Indem ich mein Versprechen halte, sende ich Ihnen einen genauen Bericht über den Sieg, den wir über die Amerikaner gewonnen haben. Die Verluste sind hoch, zum Unglück sind viele tapfere und anständige Offiziere gefallen, und was es noch schlimmer macht, ist, daß die Rebellen soviel leichter Nachschub bekommen können als unsere Truppen. Wir haben eine kleine Erschütterung verursacht, aber nichts Entscheidendes. Dieser teufliche Krieg wird noch sehr viel Blut kosten. Verflucht seien die, welche die Rebellen unterstützen... Adieu. Immer die Ihrige

Charlotte

[15. März 1776] -- Monsieur, mein teuerster Bruder und Freund. Heute morgen sahen wir der Abfahrt der Englischen Garden nach Amerika zu, einem Korps von tausend Mann, das zusammengestellt wurde aus Abteilungen von drei Garde-Regimentern, die immer in London Dienst tun. Am Anfang gab es Schwierigkeiten bei der Auswahl der Männer, weil deren dauernde Anwesenheit in der Stadt einer großen Anzahl von ihnen erlaubt hat, sich bessere Einkommen zu verschaffen, was jetzt den Familien zu Schaden gereichen könnte, die sich zum großen Teil von den Früchten des Fleißes ihrer Ehemänner ernähren. Zuletzt mußten sie Lose ziehen, eine Idee, die guten Erfolg hatte und die zeigte, daß sie im allgemeinen zu dienen wünschten. Am Tage nach der Verlosung traf einer der Offiziere im Park auf eine Gruppe von zehn Soldaten und fragte sie: "Nun wohl, meine Burschen, gehört Ihr auch zur amerikanischen Truppe?" worauf sie allgemein antworteten: "Oh nein, das Glück war gegen uns." Einer der Männer, der ausgewählt wurde, nach Amerika zu gehen und der eine Familie mit acht Kindern hatte, sagte zu einem seiner Kameraden: "Warum muß ich acht Kinder haben, die mich vom guten Glück abhalten, meinem König und Land zu dienen?" Der andere erwiderte: "Höre, gib mir einen Humpen Bier und ich werde an Deiner Stelle dienen." Diesen Vorschlag nahm er an. So, sehen Sie, lieber Bruder, nichts in der Welt vereint die Menschen mehr in ihren Gefühlen als eine "Gemeinsame Sache" und dafür gibt unser Parlament vollen Beweis, denn alles, was für Amerika vorgeschlagen wird, bekommt sicher einhundert und zweihundert Stimmen. Jedoch, dies bedeutet nicht, daß man sehr glücklich darüber ist, denn es ist im gemeinsamen Interesse, daß wir in die Zukunft sehen, wie die beiden Häuser die Schuld auf die persönlichen Affären des Königs legen werden. Aber dies sollte zwischen Ihnen und mir bleiben, lieber Bruder...

Charlotte


[24. August 1777] -- Mein teuerster Bruder. Da der bessere Teil des Monats mit Reparaturen in St. James in Anspruch genommen wurde, verbrachten wir zehn Tage in Windsor, wo wir in Begleitung meiner älteren Söhne eine angenehme Zeit hatten. Während wir dort waren, erreichten uns durch Gottes Gnade die ersten guten Nachrichten aus Amerika, mit dem Bericht der Einnahme von Tyconderoga durch General Bourgoyne, gefolgt durch die Einnahme von Fort Edward und den Tumult, den die Quäker von Phyladelphe verursachten, als sie die Stadt Phyladelphe besetzten, um sie General How zu übergeben, in der Hoffnung, das Leben ihrer Landsleute zu retten und ihre Loyalität dem Souverän gegenüber zu bezeugen. Sie mögen selbst urteilen, mein teurer Freund, daß diese guten Nachrichten nicht wenig zu unserer guten Laune beigetragen haben im Angesicht der Tatsache, daß Erfolg es möglich macht, die Politik einiger unserer Nachbarn zu ändern, die, ohne Widerspruch, sich böse aufspielen. Ich bin immer gezwungen, sie mit einem Hund zu vergleichen, der seine Zähne zeigt, aber niemals wagt zu beißen...

Charlotte

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Last Modified: Thursday, 5-Nov-98
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