Martin Hertz, "Miscellen. 28" Jahrbücher für classische Philologie 17 (1871), 273

Man würde den ausführungen von E. Jungmann über das zeitalter des Fulgentius in den unter glücklichen auspicien so eben ins leben getretenen acta soc. phil. Lips. I 1 s. 49ff. wol zustimmen dürfen, wenn nicht eine unerklärte schwierigkeit zurückbliebe. die galagetici impetus der überlieferung verwandelt Jungmann mit Salmasius in Gallogetici; in seiner scharfsinnigen darlegung der historischen verhältnisse aber finden wir zwar Getici impetus hinreichend motiviert, die erklärung aber weshalf die gothischen begleiter der Amalafrid Gallogetae hätten gennant werden können, bleibt der vf. schuldig. dasz die im texte gebrauchte wendung 'hos autem equites potuisse a Fulgentio Gallogetas appellari, non est quod pluribus explicem' nicht ausreiche, fühlt er selbst und fügt daher die anmerkung hinzu: 'ne in orbem circumagi in concludendo videar, si appellatione, quae Salmasii demum coniecturae debetur, nisus tempus definire studeam, moneo me priori vocis parti (Gallo) haud ita multum tribuere; rei cardo in eo vertitur, ut Gotos aliquando in Africa fuisse demonstretur.' dieser verlegenheit wird ein ende gemacht, wenn man, statt Salmasius conjectur hinzunehmen, auf den offenbaren ursprung der überlieferten lesart achtet: galagetici ist sicher aus

       ge

galatici

oder galagetici [with first four letters expuncted] entstanden und, wie so oft, die falsche schreibung neben der richtigen fortgepflanzt und mit ihr zu einem wortungeheuer verquickt worden. danach wird man auch die conjectur Lucian Müllers Gallaeci oder Gallaecici zu beurteilen haben, die einer andern zeitbestimmung zur grundlage dient (in diesen jahrb. 1868 s. 791ff.).

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